Der Talkessel von Carcoforo hat mir
nicht so gut gefallen. Zur Entschädigung konnte ich beim Aufstieg
an den Hängen südlich des Pfades Gemsen mit ihren Jungen
beobachten. Am Colle del Termo waren wir natürlich schon wieder zu
spät. Der Grat war die Grenze einer kompakten Nebelwand, wir
blickten auf der anderen Seite des Passes in reines Weiß, das
sofort am Grat begann, und sonst nichts.. Es stimmt, was im Führer
steht: Wenn man etwas Aussicht haben will, muss man gegen 9 Uhr
schon oben sein. An jedem Tag unserer Wanderung war es oben ab 10
Uhr nebelig!
![]() Der Nebel erobert gerade die letzten drei Meter am Colle di Terme |
![]() Blick von Osten auf Rima. Das Hotel Tagliaferro ist wohl das große Gebäude links hinten, also nahe am Fluß. Der P.T. Befindet sich in etwa rechts vom Kirchturm, also von den Bäumen verdeckt. |
6.Tag Rima - Colle Piglimo- Fif. F. Pastore (Variante)
Guter Weg. Von Rima aus sind wir auf der orografisch linken Seite talein gegangen, und haben dabei erst einmal die Abzweigung zum Colle Piglimo verpasst. Ein richtiger Rat könnte sein: Man muß die erste Brücke über den Bach nehmen, welche sich bietet. (Auf der Karte erkenne ich das nicht wieder). Die Gabelung zwischen dem Pfad zum Colle Piccolo Altare und unserem Weg zum Piglimo befindet sich, anders als die Karte suggeriert, unmittelbar unterhalb der Alpe Lanciolo di sotto. Dort ist auch ein Schild, links in der Almwiese sind an Steinen gelbe Markierungen. Nach der Alm wird links der Bach überquert, es geht dann in Gebüsch und Alpenrosen (Foto) in Serpentinen aufwärts. Ab der oberen Lanciolo Alpe ist der Weg nicht klar zu erkennen. Ist auch nicht tragisch, man weiß ja, in welche Kerbe man gelangen muss, und gangbar ist das Gelände fast überall. Diese Kerbe war auf eine Länge von gut 1 km noch verschneit. An den Rändern, im Schutt, war ab und zu ein Pfad zu ahnen.
![]() Gutes Wetter. In den Alpenrosen oberhalb der Alpe Lanciolo di sotto. Rechts: Leider hab ich die Kamera etwas schief gehalten, aber um so deutlicher werden die waren Größenverhältnisse zwischen Mensch und Natur, ersterer hier in Gestalt von Wolfgang auf dem letzten Stück der verschneiten Kerbe vor dem Colle Piglimo. Muss ich noch erwähnen, dass mittlerweile der Monte Rosa in den Wolken verschwunden war,- also wenig vom im Bätzing versprochenen Blick auf den grandiosen Gletscherkessel. Das Firnfeld beim Abstieg vom Piglimo war recht steil, eher " für Geübte". |
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Rif. F. Pastore gut, und schön gelegen. (ca 50 DM). Wir hatten
daran gedacht, noch auf eine der Hütten an den Hängen des Monte
Rosa Massivs aufzusteigen, etwa am nächsten Tag. Aber die meisten
Hütten waren zu,- es tut sich überwiegend erst im August, oder an
Wochenenden, etwas.
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Hier zum Abschluss das
Foto, das ich am nächsten Morgen, als wir unterhalb der
Alpe Faller aus dem Wald heraustraten, von den südlichen
Ausläufern des Monte Rosa Massivs aufgenommen habe. Die
Ostwand ist schon gut beleuchtet, der Vordergrund hat
noch weniger Licht.
Wir unterhielten uns nochmal mit dem Hirten auf der Alpe,- lachend sagte er, seine Rinder seien mit Sicherheit BSE-frei. |
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